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07.05.2010, 10:21
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#1
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Stammgast
Registriert seit: 05.2010
Ort: Niederösterreich
Alter: 25
Geschlecht: weiblich
Beiträge: 43
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Mobbing
Ich starte diesen Thread aus gutem Grund: Ich möchte auch anderen Mobbingofern die Chance geben darüber zu reden.
Ich war in der Schule ein beliebtes Ziel für Mobbing, weil ich mich nicht wehren konnte aber ich konnte es auch nicht ignorien so wie es meine Mutter gesagt hat.
Mobbing hat mein Leben vollkommen zerstört, ich muß heute noch mit den Folgen davon leben. Deshalb bitte ich alle die diesen Thread lesen darum wenn ihr merkt das in eurer Umgebung Jemand unfair behandelt oder gemobbt wird dann helft!
Die Fragen: Wie steht ihr überhaupt dazu? Gibt es hier auch andere Mobbingopfer außer mir?
Hier wird Niemand ausgelacht, wenn er den Grund für das Mobbing nennt.
Ich wurde nur gemobbt weil ich dick war und was soll ich noch sagen ich bin immernoch dick.
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Mein Lieblingswolf aus Wolfs Rain Toboe
Avatar und Signatur (c) HeartlessWolf
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07.05.2010, 12:25
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#2
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Miss Ilumnia 2009
Ilumnia Spirit
Registriert seit: 07.2009
Ort: Hannover
Alter: 24
Geschlecht: Kappa
Beiträge: 1.095
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Ja ich war auch ein Mobbingopfer und das schon seit der Grundschule. Gerade weil ich in den neuen Bundesländern Groß geworden bin. Dort ist nämlich der dümmliche Proletenteil ziemlich stark vertreten.
Ich war noch nie süß oder mädchenhaft, daher wurde ich immer ausgestoßen und geschlagen, vor allem von den Jungs. Ich wurde mal verprügelt, weil eine Gruppe von Bengeln mir nicht glauben wollte, dass ich ein Mädchen bin.
Meine "Kosenamen" waren: fettes Kalb, fette Antje, naja eben viel mit Fett, ach ja und Walross... dabei war ich nie fett, nur entsprach ich nicht der zierlichen Norm.
Heute jedoch empfinde ich es so, dass mich das alles stärker gemacht hat und ich darüber stehe. Ich bin heute zum Beispiel ziemlich beliebt, was mir ehrlich gesagt etwas Angst macht, weil das in meiner Schulzeit nie so war. Aber Zeiten ändern sich und ich bin froh, dass ich heute die bin, die ich bin und dazu hat wohl auch meine schwere Kindheit/Jugend dazu beigetragen.
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07.05.2010, 12:33
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#3
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Countdown-Bezwinger
Registriert seit: 09.2009
Ort: Flauschtopia
Alter: 25
Geschlecht: gestreift
Beiträge: 3.200
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Das Problem ist, dass Mobbing oft verharmlost wird, obwohl es teilweise bis zu Gewaltverbrechen und Diebstählen kommen kann. In solchen Fällen sollte man sich nicht einschüchtern lassen, und dennoch Polizei und/oder Lehrer aufsuchen.
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07.05.2010, 13:14
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#4
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Edelposter
Registriert seit: 07.2006
Alter: 25
Geschlecht: XY
Beiträge: 1.446
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Ich empfinde das Thema als sehr intim und hab darüber auch noch sehr wenig gesprochen.
Da ich mich hier bzw im Internet immer noch relativ anonym fühle glaub ich das ich drüber schreiben kann.
Was ich sagen will wohl ist klar.
Ich war auch mal Opfer von Mobbing, meiner Meinung nach sogar von schwerem Mobbing an der Schule.
In bis Klasse 9 war alles in Ordnung, an der schule und in der Klassen hat ich viele Freunde und man kam auch gut mit Allen aus aber als ich meinen Abschluss gemacht hab und dann in die Berufsschule gekommen bin gings los. Es war eine Ausbildung die im ersten Lehrjahr Vollzeit schulisch geleistet wurde.
Damals mit 16 war ich eine schwache Person, sowohl Körperlich als auch Mental. Ich hab mich damals einfach nicht in der Lage gefühlt irgendwie kontra zu geben und so wurde ich wohl schnell zum ziel von Frust der Anderen oder was auch immer der Grund für so etwas ist.
Der Stress den ich dadurch über Monate hatte, schlug mir sofort auf den Magen. Das Resultat war dass ich mich immer mehr daheim verkrochen hab und die Fehlzeiten in die Höhe gingen. Irgend wann konnte ich dem Stoff natürlich nicht mehr folgen und die Fehlzeiten bereiteten mir auch noch Probleme mit den Lehrern. Somit hab ich die Lehre irgendwann abbrechen müssen.
Ich hab das Ganze auch mal während des Jahres einem Sozialarbeiter an der schule anvertraut, Dann wurde es in der Klasse angesprochen aber hilfreich war das auch nicht gerade
Ich hab lange gebraucht bis ich aus meinem Loch wieder raus gefunden habe. Ich hab auch während meines Berufspraktischen Jahres, was ich danach gemacht hab einige Zeit daran arbeiten müssen diese „Vermeidungstaktik“ sprich, sich Zuhause verkriechen, die sich in meine Psyche eingebrannt hatte, wieder weg zu kriegen.
Ich habe heute immer noch Probleme bei Bewerbungsgesprächen das ganze zu erklären. Ich kann auch nicht behaupten das es Beruflich grade gut bei mir läuft. Ich hab seither keine Berufsausbildung mehr anfangen dürfen. Ich weiß nicht ganz ob es an der ganzen Geschichte liegt aber mir wäre echt lieber ich hätte damals die Lehre beenden können.
Ich bin nach der Sache übrigens nochmal zur Schule gegangen und hab nen Fachabschluss gemacht. Dort hatte ich keine Probleme mit den Leuten, eher im Gegenteil.
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07.05.2010, 13:27
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#5
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Miss Ilumnia der Herzen
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Ich wurde früher gerne auch gemobbt, da ich nun auch zu den eher dicken leuten gehöre, jedoch hat sich das ganze relativ schnell geklärt. es gab einen kurzen ausbruch der frustration und seitdem haben alle mobber daraufhin die schnauze gehalten. und ich muss ehrlich sagen, auch wenn ich gewalt hasse, in dem fall hat es sich gelohnt, alleine 8 mann die nasen zu brechen. ich persönlich werde aber weiterhin von gewalt abstand halten, und lieber den anderen helfen, aber nach 5 jahren tut es mal gut die wurzel zu packen und sie mal ordentlich zu vermöbeln, aber ich hatte das glück, das ich als großer schwerer mensch auch noch kampferfahrung durch das boxtraining hatte, welches ich absolvierte.
ich kann aber keinem gemobbten einen tipp geben, da meine methode sich zu wehren eher das gegenteil bewirkt, aber in meinem fall genau das gebracht hat was es bringen sollte, meine ruhe
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07.05.2010, 13:30
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#6
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Webmaster zeldalegends.de
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Zitat:
Zitat von WeavertheBeaver
Das Problem ist, dass Mobbing oft verharmlost wird, obwohl es teilweise bis zu Gewaltverbrechen und Diebstählen kommen kann. In solchen Fällen sollte man sich nicht einschüchtern lassen, und dennoch Polizei und/oder Lehrer aufsuchen.
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...erstens das und zweitens wird Mobbing von den Nichtbetroffenen (auch den Mobbern) auch gar nich als solches erkannt. Meistens heißt es eben nur, man solle sich wehren und sich nichts gefallen lassen, dass aber darin für die Betroffenen genau das Problem besteht und sie aus Angst vor Konsequenzen vielleicht gar nicht dazu in der Lage sind, können viele nicht verstehen.
Ob ich mich als Mobbingopfer bezeichnen würde, kann ich schwer sagen. In meiner letzten Firma haben etwas rauhere Umgangsformen- und töne geherrscht womit ich auch nie richtig klargekommen bin und dementsprechend, wenns mir zu viel wurde, versucht habe mich zu beschweren. In 99% der Fälle wurde es aber damit entschuldigt, dass es in dieser Branche eben so üblich sei, und man damit rechnen müsse; wurde teilweise sogar deswegen belächelt und dauernd so hingestellt, als hätte ich schwache Nerven.
In der Schule war ich meist auch der Spielball älterer Schüler, vielleicht auch weil ich nie sehr selbstbewusst war bzw. sportlich nie mithalten konnte.
Mich hats jedoch, wie Tanuki auch, mittlerweile sogar stärker gemacht und ich lasse mir nicht mehr soviel bieten wie früher. Leider klappt das nicht immer und meine Unsicherheit kommt wieder hervor, weswegen ich aus Angst vor Konsequenzen manchmal wie versteinert sein kann, aber ich arbeite daran...
Im Allgemeinen vertrete ich auch die Ansicht, dass sich niemand etwas gefallen lassen muss. Selbst wenns um den Job geht. Wehrt euch lieber, auch wenn ihr damit euern Arbeitsplatz verlieren solltet. Besser so, als am Ende ein nervliches Wrack zu sein und im worst case sogar noch Jahre danach damit kämpfen zu müssen!!
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07.05.2010, 13:30
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#7
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alternate-world.de
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Alter: 23
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Beiträge: 5.590
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Dumm nur, wenn die Lehrer nicht darauf eingehen und lieber meinen, dass ist ganz normale Schulhofrangelei.
Ja, ich wurde auch gemobbt. Ich weiß nicht, wieso oder warum. Irgendwann war ich aber einfach nur das perfekte Opfer, das schwächste Glied der Kette.
Angefangen hat es in der 1. Klasse von meiner Banknachbarin. Stifte klauen, Hefte bemalen oder zerreißen, Brot wegessen usw. Später haben dann die Anderen mitgemacht, bis wir eine Neue bekamen. Die war dann das Hauptziel, ich war der Ersatz. Das aber auch nur, weil die Neue zufällig dick war, Brille trug und zwischen zeitlich Läuse hatte. Perfekt für Kinder zum drauf rum hacken.
War sie nicht da, war ich die Blöde.
In der zweiten zogen wir um. Neue Klasse, knapp 100km von meinen zu Hause entfernt. Ein halbes Jahr lang war alles Gut, dann ging es von vorne los. Dann aber auch mit Schlägen, Gelderpressungen im Form von Essensmarken (gib mir deine Essensmarke!) usw.
Dazu noch einige unschöne Kosenamen und ein Verbund aus Mädchen- und Jungen-Mobbing.
Die Lehrer haben das rigoros ignoriert, haben mich zum Teil aus dem Unterricht entfernt, um Ruhe in die Klassen zu bringen und ähnliches.
In der 6. Klasse war dann mit einem Schlag Schluss, als meine lieben Peiniger Bekanntschaft mit meiner Mama machten. Die stand dann einfach mitten in der Mittagspause auf den Schulhof und hat die Kerle angeschrien, die damals auf mich ein prügelten.
Danach ging sie ins Lehrerzimmer und brüllte da weiter.
Und ja, sie war wirklich nur laut, mehr nicht. Meine Mama ist eine sehr beeindruckende und laute Persönlichkeit.
Weiter ging es dann wieder in der 7. Klasse. Aber nur von Schülern, die nicht da waren, als meine Mama zu Besuch war. Die versuchten dann zwar auch den Rest wieder gegen mich auf zu hetzen, aber man traute sich nicht.
Ein Teil hatte sich sogar mit der Zeit mit mir angefreundet, auch wenn es keine tiefe Freundschaft war. Und man teilte mir mit, dass ich ihren Respekt hätte, weil meine ich mit so einer Mutter leben musste. 
In der Schule eskalierte es dann nur noch einmal Anfang der 10. Klasse. Was genau passiert ist, habe ich verdrängt. Ich wollte nur danach nicht mehr zurück, meine Mutter überzeugte mich aber und... setzte ihr Drogenkind an, doch mal was zu machen.
Drogenkind ist ein junger Kerl, der dank meiner Mama clean wurde. Und auch einer, der viele familiäre Probleme hatte und bei Mama immer auf offene Ohren stieß.
Also kam Drogenkind in die Schule, hat den Typen in den Schwitzkasten genommen und ihn ruhig und sachlich erklärt, warum er mich in Ruhe lassen sollte. Das Gespräch endete darin, dass er den Idioten mit meiner Mama drohte und danach:
Ruhe.
Bis zur Ausbildung. Wieder neue Klasse. Es dauerte zwei Wochen (zwei!), dann hatte ich den Horror wieder. Allerdings etwas dezenter als zur Gesamt- und Grundschulzeit. Es waren immerhin nur Mädels da, die sich aber auf lästern und Gruppenausschluss spezialisierten. Das hätte mich nicht mal gestört, wenn sie das nicht auch im Unterricht bei Gruppenarbeiten gemacht hätten.
*seufz*
Folgen, die bis heute spürbar sind:
Kein Selbstbewusstsein. Ich traue mich nichts, fange keine Gespräche an, mische mich in keine ein und höre meistens nur zu.
Eine Angststörung, die sich auf nichts spezielles fest setzt und einfach mal da ist und am nächsten Tag wieder nicht. Reicht dann von "Ich traue mich nicht ins Bad" über "Was ist, wenn ich heute überfahren werde." bis hin zu "Hilfe, ich glaube die Achterbahn bricht gleich zusammen.".
Außerdem traue ich mich nicht in Busse zu steigen, gehe nicht alleine in unbekannte Restaurants, sage nicht von mir aus "Hallo" (betrifft auch Arbeitskollegen) und gebe ich Streitereien weiterhin klein bei, egal wie sehr ich mich im Recht fühle.
Ach ja... und ich leide unter Verfolgungswahn.
Sicherlich ist daran nicht alleine die Mobberei schuld, meine Mama hat das mit zu beantworten, weil sie mich immer verspottet hat, wenn ich als Kind Angst hatte, aber ohne das... wer weiß.
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07.05.2010, 13:44
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#8
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Administratorin Ilu-Blitzz: Chef-Redakteur lol-aua! ilumnia.de
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Geschlecht: Informatiker
Beiträge: 3.694
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Vio sagte zwar, daß Internet sei noch weithin anonym.
Gut, mich muß man nur googlen und und weiß alles. Egal, ich geb trotzdem mal meinen Senf dazu.
Ich war nie jemand, der sich gerne untergeordnet und angepasst hat. Und leider hat eben dieses "Kontra geben" bei mir dazu geführt.
Seit der 6. Klasse an bis Mitte 9. war ich Ziel- und Angriffspunkt der ganzen Jungs bei uns. Ich selbst komme mit Frauen nicht sonderlich gut zurecht (habe auch nur sehr wenig Freundinnen) und suchte meine Freunde eher unter dem männlichen Teil der Bevölkerung. Dummerweise ist die 6. Klasse derart pupertär gewesen bei uns, daß ich gnadenlos mißverstanden wurde. Alle sagten, ich wäre in den und den verliebt und das hat quasi alles ruiniert.
Fortan wurde mir täglich gesagt wie hässlich und unattraktiv ich sei. Bei mir war es also eher mental. Physisch nie. Aber drei Jahre fast täglich zu hören was für ein "Gesichtsfasching" man doch sei, prägt sich einfach ein. Wenn mir heute jemand das Gegenteil sagt, freue mich mich drüber und lächle vielleicht auch. Glauben tue ich es nicht. Ein Blick in den Spiegel sagt mir was anderes... Und mein Selbstbewußtsein is im Arsch.
Dadurch habe ich mich immer weiter abgeschottet, keine Freunde gehabt und zu Hause auch nur Probleme. Ich habe mich ins Internet verkrochen und bin dadurch weit in die Gothic-Szene gerutscht.
Mit Ritzen, etc fing es an, mit seinem Selbstmordversuch hat es geendet. (Dieser wäre auch geglückt, wenn nicht zufällig jemand vorbei gekommen wäre und mich ins Krankenhaus gebracht hätte.... Schon interessant, wenn man im Krankenhaus aufwacht und sich nur denkt "wtf? so sieht die Hölle aus? Na geil!" Und dann muss man sich vom Arzt anhören, daß man OH GLÜCK überlebt hat.)
Ich habe dann selbst gemerkt, wo mich das alles hingeführt hat und habe die Schule gewechselt. Das sah sehr vielversprechend aus. Blöderweise hat eine Klassenkameradin aus der alten Schule eine Woche nach mir auch an meine neue Schule gewechselt und war wieder in meiner Klasse. Sie hat mir meine ganzen Sorgen hinterher getragen. Und es ging wieder von vorne los. Wieder wurde den Jungs eingetrichtert, ich stehe auf den und den. Und wieder wurde ich dafür als Person von der Klasse abgelehnt. Diesmal wurde sich "einfach nur" lauthals über mich lustig gemacht.
Dann kam Gott sei Dank das Kurssystem (besagte ehem. Klassenkameradin war zwar wieder in meinem Grundkurs aber das war OK.. Man muß dazu sagen, sie ist eigtl meine Großcousine und EIGENTLICH haben wir uns auch super verstanden... Ja, mir ist klar, wie paradox das ist!).
Aber in meinem Englischkurs habe ich endlich Freunde gefunden, die sich auch als richtige Freunde entpuppten und mir aus der ganzen Scheiße raus geholfen haben.
Der endgültige Schnitt der Sache sollte eigentlich mein Umzug nach Karlsruhe sein. Weit weg von der alten Heimat und weit weg von meinen Problemen.
Denkste.
Aber das ist ne andere Geschichte, von der ich jetzt nich auch noch anfangen will...
Ich bin seit dem in psychologischer Behandlung und das hilft
Ja, ihr habt nen Psycho als Admin 
Aber sind wir nicht alle ein bisschen Blune? So what.
So, auch einmal ausgekotzt.
Das war mein Whine für heute ^^
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Ilumnia - Together we are strong
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WHAT THE FUCK! This is the wrong board!
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07.05.2010, 14:26
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#9
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Edelposter
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Ich find das Thema sehr persönlich und beneide diejenigen,die hier so offen darüber schreiben können.Mir fällt sowas immer extrem schwer.Ich kanns einfach nihct so gut in Worte fassen.Werd es aber mal versuchen.....
Zu meiner Schulzeit wurde dazu nihct Mobbing gesagt....sondern eher verharmlost stänkern,ärgern,hänseln und lästern...
Ich war damals die Größte der Mädchen in der Klasse und auch größer als die meisten Jungs.Etwas pummlig war ich auch,also war ich wohl so nicht zu übersehen und man konnte mir Wörter wie dicke Kuh,Riesenbaby und Elefantenbaby an den Kopf werfen....Beim Sport wurde ich immer zuletzt in die Mannschaften gewählt und war immer die,die den Ball extra heftig abbekam,wenn wir Brennball,Handball oder 2-Völkerball spielten.Wenn ich mich dann beim Sportlehrer beschwerte,wurde es von ihm runtergespielt..ich solle mich nihct so haben...es ist eben Mannschaftssport!!...und beim nächsten Spiel bekam ich den Ball zur Belohnung dann doppelt so hart ab....bei den anderen Sportarten fühlte ich mich immer unwohl,weil ich eben durch meine Größe nihct so püppchenmäßig über den Boden hopsen oder an den Geräten turnen konnte....ich wurde von Lehrer und Mitschülern als Steifbock betitelt...Bis ich i-wann einfach nihct mehr am Unterricht teilgenommen habe...Ich hab mir dann immer Ausreden einfallen lassen...wie z.B. "ich hab mein Turnzeug vergessen"....oder "mir gehts heut nihct so gut"...
Im Gegensatz dazu war ich in den anderen Fächern gar nihct mal so schlecht...traute mich aber oft nihct,mich zu melden oder aktiv am Unterricht teilzunehmen,weil ich dann wieder als Streber abgestempelt werden würde....
Ich hab mich i-wie verkrochen und zurückgezogen,bin Streit und Auseinandersetzungen weitesgehend aus dem Weg gegangen...mischte mich nihct so einfach in Gespäche ein,sondern beobachtete alles aus einer sicheren Entfernung....
Das ist zum Teil heute noch so....ich habe ein geringes Selbstbewußtsein und Selbstwertgefühl....denke immer und überall,daß ich alles falsch mache..
@biber:wenn man sich aber beim Lehrer über die mobbenden Mitschüler beschwert,wird man doch gleich als Petze abgestempelt und ist dann nur noch ein beliebteres Ziel als zuvor
@andi:das mit dem Wehren ist nihct immer so einfach.Kein Arbeitsplatz ist sicher und ich will meinen auf garkeinen Fall verlieren.Also nehm ich es so hin und fresse es in mich rein......klar,das ist falsch...aber es geht eben nihct anders
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07.05.2010, 14:37
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#10
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Newbie-Schreck
Registriert seit: 05.2009
Ort: Schlund des Chaos
Beiträge: 660
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Zitat:
Zitat von Tanuki
[...] Gerade weil ich in den neuen Bundesländern Groß geworden bin. Dort ist nämlich der dümmliche Proletenteil ziemlich stark vertreten. [...]
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Da muss ich mal in die Bresche springen: Kann ich so nicht bestätigen... In den alten Bundesländern gibt es mit Sicherheit genauso viele "dümmliche Proleten"
Bei uns gab's zwar auch Idioten, aber die waren A in der Minderheit und B selten Proleten.
Imho sieht es nicht überall so schlimm aus wie bei deiner ehemaligen Klasse, Tanuki.
Auch wenn's blauäugig klingt, aber ich habe so was noch nie erlebt, dass jmd in der Klasse schikaniert wurde.
Gab zwar Leute die In und die, die out waren, was zu Lästern geführt hat, aber das war immer kurzlebig...
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„The world as I once knew it was a place of magic - full of mystery and inhabited by creatures of glamour and terror.The men who lived there lit their bonfires and wondered at what crept and lurked in the darkness outside their weak circles of light.All their dreams,their aspirations and dreads,come from that darkness.[…]"
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07.05.2010, 14:47
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#11
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Countdown-Bezwinger
Registriert seit: 09.2009
Ort: Flauschtopia
Alter: 25
Geschlecht: gestreift
Beiträge: 3.200
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Zitat:
Zitat von *schnecke*
@biber:wenn man sich aber beim Lehrer über die mobbenden Mitschüler beschwert,wird man doch gleich als Petze abgestempelt und ist dann nur noch ein beliebteres Ziel als zuvor
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Vielleicht, aber wenn man nichts tut wirds mit Sicherheit nicht besser (wahrscheinlich sogar schlimmer), und wenn man zu Leuten geht, die wirklich was zu sagen haben, und sich für dich einsetzen, dann werden die den Leuten sowieso klarmachen, dass es so nicht weitergeht, oder in besonders schlimmen Fällen eh von der Schule verweisen.
Abgesehen davon: Wenn dir jemand die Handtasche klauen will, gehst du ja auch zur Polizei. Kriminelle Handlungen melden ist NIEMALS falsch, und Leute die auf Opfern rumhacken, anstatt auf Tätern sollten sowieso mitverantwortlich gemacht werden.
Aber ich kann nachvollziehen, dass das oft eine etablierte Klassengemeinschaft ist, wo das alles nicht so einfach ist. Wie gesagt, es ist wirklich wichtig, Bezugspersonen wie Eltern (vor allem die des Täters), Lehrer oder Polizisten miteinzuschalten, und sichergehen, dass diese die Situation auch ernst nehmen.
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07.05.2010, 14:48
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#12
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Plaudertasche
Registriert seit: 05.2002
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Was macht einen "Krank", was "Verrückt", was "Wahnsinnig"? Was bringt einen Menschen dazu seine Spezies zu verachten, ja abgrund tief zu Hassen und sich absolut von ihr zu Distanzieren. Vorurteile und Mobbing. Das eine führt zum anderen und das andere wieder zum einen, ein ewiger Kreislauf der niemals endet, oder endet wie zum beispiel in Erfurt (tja.. liebe Politiker.. es ist das Mobbing, nicht die Killerspiele die in den Wahnsinn treiben). Das Amüsante ist.. viele Menschen heißen das Mobbing gut, denn es härtet ja angeblich ab, für den Rest des Lebens. Und so kommt es nur zu oft vor, das Lehrer weg sehn... oder gar anstacheln... das Chefs die Opfer und nicht die Täter zur Konsequenz ziehn... und so weiter. So funktioniert die Welt... und so wird es immer sein... bis die Menschheit es endlich Geschafft hat sich den endgültigen Gnadenstoß zu versetzen.
Ja... ich war ein Mobbing Opfer... warscheinlich mehr Jahre meines Lebens als ich es nicht war. Es dauert eine weile.... bis man die Aussagen dieser "Primaten" nicht mehr ernst nimmt, es dauert eine weile bis die Schläge nicht mehr Schmerzen, es dauert eine weile, bis die Streiche und Ziegelsteine die einem in den Weg gelegt werden nicht mehr stören weil alles schon einmal da gewesen ist (obwohl der "Primat" in dieser Sache immer wieder neun Erfindungsreichtum an den Tag legt). Am Ende bleibt die süße gewissheit: " Ich bin besser als sie..."
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07.05.2010, 15:25
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#13
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Administratorin Ilu-Blitzz: Chef-Redakteur lol-aua! ilumnia.de
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Beiträge: 3.694
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Zitat:
Zitat von Cois Vulkan
Das Amüsante ist.. viele Menschen heißen das Mobbing gut, denn es härtet ja angeblich ab, für den Rest des Lebens.
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bitte was?!
Fehlt ja nur noch, daß sich Psychologen FÜR mobbing einsetzen, weil sie sonst keine Arbeit mehr hätten ...
Also mal ehrlich!
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08.05.2010, 02:05
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#14
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Golden Member
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Alter: 26
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Ach Ela, mach Dir bloß nich in die Hose (Rock?) wg. dem "Admin-Psycho"...
...ich bin nämlich selber ein solcher, also behandelter Psycho ohne Admin, bist also in bester gesellschaft!
Mit dem Mobbing war es bei mir auch ähnlich...bzw mit der Paradoxie...
...Weil zwei Jungens in der Grundschule mich aufm Nachhauseweg gemobbt haben; war ich jedoch mit einem alleine unterwegs verstanden wir uns blendend....WTF  ????
(Moritz Bleibtreu mit seinem Film "Das Experiment" glaub ich hieß der...auf der einen Seite die Wärter, auf der anderen die Eingebuchteten...alles zunächst rollengespielt, aber dann...ich glaub das fällt gruppendynamisch/psychologisch in diese Kategorie...  )
Die kontemporären häuslichen Probleme....gäben einen Extrapost
In der sog weiterführenden Schule war ich der Klassenclown und zugleich Außenseiter/Einzelgänger. Schließt sich nicht aus, sondern geht meist miteinander einher! Warum ich nicht gemobbt wurde? Gute Frage...karmischer Schutz oder wie nennt man das esoterisch?
Wobei gemobbt wurde ich anfangs durchaus...von einem anderen Außenseiter (mit allen zugehörigen psychosozialen Kofaktoren....Fachterminus um 2h nachts lol)...der später mein bester (und lange Zeit einziger) Freund wurde.
(Der Selbstmordversuch misslang weil das Messer nicht bis zur Handschlagader kam...so konnte ich es zunächst verbergen...)
Könnt jetzt über Seelenverwandtschaft aufgrund von biographischen Ähnlichkeiten philosophieren....denn zu den Gothics bin ich niemals so wirklich abgerutscht (also zu den "klassischen" Gothics...denn NGE- bzw. Nintendofanatics sind in ihren Bereichen die Gothicäquivalente...); eher zu den Philosophen, Idealisten, Welt(zwangs)verbesserern...zum Glück bin ich da übern Berg inzwischen...mehr oder minder...
EDIT:
http://de.wikipedia.org/wiki/Mobbing
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08.05.2010, 07:04
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#15
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Plaudertasche
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Zitat:
Zitat von Hattakiri
...Weil zwei Jungens in der Grundschule mich aufm Nachhauseweg gemobbt haben; war ich jedoch mit einem alleine unterwegs verstanden wir uns blendend....WTF  ????
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Würde sagen, typisch Menschliches verhalten. Solange der Mensch alleine auftritt ist er praktisch ungefährlich (was nicht immer zutreffen muss) . Sobald er in Gesellschaft ist fühlt er sich stark und muss diese "Stärke" an einem für ihn auserwählten Opfer unter beweis stellen.
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Geändert von Cois Vulkan (08.05.2010 um 08:13 Uhr).
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