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Alt 09.10.2009, 06:56   #1
Kirika1987
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Miss Ilumnia 2009 - Die dritte Aufgabe

Liebe Teilnehmerinnen,

nachdem ihr eure Kreativität und euer diplomatisches Geschick bereits unter Beweis stellen musstet, wollen wir nun mit einem Vorurteil aufräumen. Bei allen Misswahlen wird ja gern mal behauptet, dass die Siegerin zwar hübsch ist, aber ihren Kopf auch nur zu Dekozwecken trägt.
Bei Schönheitsküren bin ich meist geneigt, mich diesem allgemeinen Kanon anzuschließen, und das ist einer der Gründe, warum wir zeigen wollen, dass das auf eine Miss Ilumnia natürlich nicht zutrifft.
Aus diesem Grund wird diese Aufgabe aus 4 Rätseln bestehen.
Jedes dieser Rätsel hat eine eindeutige Lösung, die uns Punkte wert ist. Mindestens ebenso viele Punkte wie für eine Lösung gibt es, wenn ihr uns zusätzlich die Lösung erklärt.
Selbstverständlich postet ihr eure Lösungen nicht, sondern schickt sie per PN an mich.
Dabei ist es egal, ob ihr mir mehrere Lösungen auf einmal schickt, oder verschiedene PNs. Ich werde alles werten, was bis zum Abgabeschluss bei mir eintrifft.
Erfahrungsgemäß kommen bei Rätseln gern Gegenfragen auf. Auch Fragen bei Unklarheiten könnt ihr mir per PN stellen, ich versuche schnellstmöglich zu antworten.
Auch diese bitte nur per PN stellen.

Hinzu kommt, dass jeder ein anderes Empfinden für den Schwierigkeitsgrad von Rätseln hat. Deshalb werden wir nicht die einzelnen Rätsel mit festen Punktzahlen versehen, sondern wie folgt unsere Punkte verteilen:

1 Rätsel mit Erklärung gelöst: 5 Punkte
2 Rätsel mit Erklärung gelöst: 12 Punkte
3 Rätsel mit Erklärung gelöst: 20 Punkte
Wer alle 4 mit Erklärung löst, bekommt 32 Punkte.

Ihr könnt bei mir auch Tipps zu den einzelnen Rätseln erhalten. Die sind allerdings nicht umsonst:
Pro Tipp könnt ihr für ein Rätsel nur noch 2 Punkte weniger erhalten.
Allerdings könnt ihr damit nicht in's Minus geraten, wer also z.B. 3 Tipps zum einem Rätsel braucht und dann nur dieses löst, erhält nicht -1 Punkt.
Es werden auch nur die Minuspunkte für Rätsel angerechnet, die ihr auch löst.
Holt ihr euch zu Rätsel 1 einen Tipp, löst aber nur 2 und 3, dann bekommt ihr 12 Punkte.

Wer eine (vermeintliche) Lösung an mich schickt, der wird dazu eine Rückmeldung erhalten, ob ich mit der Antwort zufrieden bin, oder ob mir die Erklärung fehlt.
Ob die Antwort richtig oder falsch ist, erfahrt ihr von mir natürlich nicht.
Es lohnt sich aber in jedem Fall, mir rechtzeitig zu schreiben, um ein Feedback zu bekommen. Darum schreibt ruhig öfter als einmal; solang ihr nicht explizit einen Tipp zu einem Rätsel anfordert, kostet euch das nichts.

Nach dem langen Regularium hier noch einmal die wichtigsten Infos zusammengefasst:

- 4 Rätsel, jedes zusätzlich gelöste gibt mehr Punkte als das vorherige
- Fragen, Lösungen oder Anfragen nach Tipps nicht hier hin, sondern per PN an mich!
- auf jede (vermeintliche ) Lösung PN bekommt ihr eine Rückmeldung, ob alles formal vollständig ist oder mir etwas fehlt (kein "richtig"/"falsch")
- pro Tipp 2 Minuspunkte, aber nur, wenn ihr das Rätsel, für das es den Tipp gab, auch löst (-> insgesamt keine negative Punktzahl möglich, weniger als 0 Punkte geht nicht)
- Abgabeschluss: Die Nacht von Sonntag auf Montag, 24:00 Uhr
- jedes Rätsel ist rein durch Logik, ohne Nerd-Tricks eindeutig lösbar, und nur diese logische Begründung gibt die volle Punktzahl

Es bleibt mir noch, euch viel Erfolg beim Nachdenken zu wünschen. Zeigt der Community, das eine Miss Ilumnia auch klug ist.

_____________________


Das erste Rätsel:

Die Zwergenmine

In den höchsten Gebirgszügen liegt eine Zwergenmine, und dort drin herrscht absolute Dunkelheit. Demnach sehen sich die Zwerge nicht gegenseitig in der Mine, denn unsere Art Zwerge kann nicht im Dunkeln sehen.
In dieser Mine arbeiten zwei unterschiedliche Gruppen: Die einen tragen rote Mützen, die anderen grüne. Kein Zwerg sieht im Übrigen seine eigene Mütze. Wie viele Zwerge es sind, wissen wir nicht (natürlich mehr als einer, aber nicht unendlich viele).

Eines Tages wird die Mine von einem mächtigen Zauberer überfallen, und er zwingt alle Zwerge, die Mine zu verlassen. Dabei ist wichtig, dass die Zwerge sich (ohne dabei in irgendeiner Art zu kommunizieren oder sich gegenseitig zu berühren!) derart vor der Mine aufstellen müssen, dass die Zwerge mit den roten Mützen zusammen stehen, und die mit den grünen Mützen ebenfalls. Mit anderen Worten: Es muss Ordnung in das Chaos.
Kommunikation jeglicher Art (miteinander reden, sich gegenseitig anordnen, zuzwinkern usw.) ist verboten, es gibt auch keine Möglichkeit, irgendwo etwas zu spiegeln, um seine eigene Mütze zu sehen.

Tatsächlich sind unsere Zwerge wirklich klug, und es gelingt ihnen, sich vor der Mine derart aufzustellen.

Frage: Wie stellen sie das an?




Zweites Rätsel:

Der Matheprofessor

Der Hauptakteur dieses Rätsels ist ein Doktor der Mathematik.
Er bewirbt sich bei einer Universität um eine Professorenstelle, es gibt neben ihm zwei weitere Bewerber. Alle drei überzeugen die Auswahlkomission mit ihren Referenzen, darum beschließt diese, einen Wettbewerb um die Stelle durchzuführen.
Die Komission hat 5 Hüte, davon sind 3 schwarz und 2 weiß. Das wissen die Bewerber.
Dann wird das Licht ausgemacht, und jeder der Bewerber bekommt einen Hut aufgesetzt, eh das Licht wieder angeschaltet wird. Die restlichen beiden Hüte werden versteckt.
Nun sitzen die drei Bewerber in einem Stuhlkreis, sodass jeder die anderen beiden mit ihren Hüten sieht, nur seinen eigenen Hut natürlich nicht.
Derjenige, der der Komission als Erster sagt, welche Farbe sein Hut hat und das korrekt begründet, bekommt die Stelle.

Unser Hauptakteur sieht, dass die anderen beiden Kandidaten je einen schwarzen Hut tragen.
Nach kurzem Nachdenken lächelt unser Doktor, und sagt, welche Farbe sein Hut hat.

Frage: Welche Farbe hat sein Hut, und wie kommt er darauf?




Und das dritte Rätsel:

Die tödliche Krankheit im Kloster

Diese Geschichte trägt sich in einem Schweigekloster zu, alle Mönche dort haben also feierlich gelobt, zu schweigen. Das schließt sämtliche Arten der Kommunikation ein, Zettel schreiben, sich zuzwinkern oder gegenseitig berühren etc. ist also ebenfalls verboten, jeder ist auf sich allein gestellt.
Eines Nachts haben alle Mönche dieses Klosters ein und den selben Traum (das wissen sie auch, jeder weiß also, dass jeder der Mönche diesen Traum hat): Sie träumen, dass eine bestimmte Anzahl von ihnen (mindestens einer) eine tödliche Krankheit hat.
Glücklicherweise sieht man den Kranken die Krankheit an: Sie haben einen roten Punkt auf der Stirn (den sie selbst nicht sehen, Spiegel oder Wasseroberflächen sowie andere reflektierende Dinge gibt es dort nicht). Alle anderen wissen also, ob man krank ist, nur man selbst weiß es nicht.
Sie wissen ebenfalls: Sobald alle Kranken Mönche tot sind, und nur noch gesunde Mönche leben, werden sie alle zeitgleich eine göttliche Eingebung haben, die ihnen mitteilt, dass nun nur noch gesunde Mönche leben, die Gefahr also vorüber ist.
Bis ein kranker Mönch einen gesunden angesteckt haben kann, müssen mindestens 2 Wochen vergehen.

Da unsere Mönche alle sehr radikal, aber auch kollegial sind, lösen sie das Problem auf ihre ganz eigene Art: Sobald ein Mönch zweifelsfrei weiß, dass er krank ist, nimmt er sich nachts in seiner persönlichen Schlafkammer (jeder hat so eine) das Leben.
Dafür muss er aber sicher sein, dass er wirklich krank ist.
Das tun sie auch nur nachts. Sollte ein Mönch also morgens feststellen, dass er krank ist, so wird er sich in der kommenden Nacht das Leben nehmen.

Jeden Tag sitzen die Mönche alle zusammen beim Essen, sodass jeder jeden sieht, nur seine eigene Stirn natürlich nicht.

Weil die Mönche wirklich clever sind, schaffen sie es tatsächlich, dass nach genau 5 Nächten (es gab also keine neuen Ansteckungen) alle Kranken sich das Leben genommen haben und nur noch gesunde Mönche leben.

Frage: Wie viele Mönche waren krank, und wie haben sie herausgefunden, dass sie krank waren?




Das vierte Rätsel:

Wo bin ich hier?

Ihr setzt euch in einen Zug.
Dieser fährt entweder in die Stadt der Lügen oder in die Stadt der Wahrheit.
Einmal angekommen, wisst ihr aber nicht, in welcher der beiden Städte ihr nun seid.
Genau das sollt ihr aber herausfinden. Dazu muss man wissen:
Die Einwohner der Stadt der Lügen lügen immer, die Einwohner der Stadt der Wahrheit sagen stets die Wahrheit.
Ihr sollt dem nächstbesten Passanten genau eine Frage stellen, die er mit Ja oder Nein beantwortet.
Anhand dieser Antwort sollt ihr eindeutig erkennen können, ob ihr in der Stadt der Wahrheit oder in der Stadt der Lügen seid.

Wer nun meint, das sei ja einfach, den muss ich enttäuschen. Es gibt einen Haken:
In der Stadt der Lügen können auch Einwohner der Stadt der Wahrheit herumlaufen und umgekehrt, ihr seid schließlich nicht die einzigen Touristen dieser Erde.

Ihr wisst also weder, wo ihr angekommen seid, noch, ob derjenige, mit dem ihr sprecht, aus der Stadt der Lügen oder der Stadt der Wahrheit kommt.

Frage: Wie muss eure Frage lauten, damit ihr anhand der Antwort eindeutig erkennen könnt, in welcher der beiden Städte ihr seid?
__________________
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Alt 13.10.2009, 07:14   #2
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Auf vielfachen Wunsch löse ich hier nun die Rätsel auf.

Damit der Rätselspaß nicht verloren geht, werde ich zuerst ein paar Tipps in Spoilertags verstecken, anschließend die Lösung in einem weiteren Spoilertag.
So kann jeder für sich selbst grübeln, und im Falle völliger Ratlosigkeit erst so viele Tipps, wie er möchte lesen.
Die Lösung packe ich in je einen Tag, die Erläuterung in einen zusätzlichen.
Wer also meint, es gelöst zu haben, kann erst nach der Lösung schauen.
Stimmt die nicht mit der eigenen überein, kann man -je nach Rätsel- zumindest noch überlegen, warum diese Lösung korrekt ist.
Auf diese Weise versuche ich, jedem den maximalen Spaß zu ermöglichen.
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Alt 13.10.2009, 07:29   #3
Kirika1987
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Die Zwergenmine

In den höchsten Gebirgszügen liegt eine Zwergenmine, und dort drin herrscht absolute Dunkelheit. Demnach sehen sich die Zwerge nicht gegenseitig in der Mine, denn unsere Art Zwerge kann nicht im Dunkeln sehen.
In dieser Mine arbeiten zwei unterschiedliche Gruppen: Die einen tragen rote Mützen, die anderen grüne. Kein Zwerg sieht im Übrigen seine eigene Mütze. Wie viele Zwerge es sind, wissen wir nicht (natürlich mehr als einer, aber nicht unendlich viele).

Eines Tages wird die Mine von einem mächtigen Zauberer überfallen, und er zwingt alle Zwerge, die Mine zu verlassen. Dabei ist wichtig, dass die Zwerge sich (ohne dabei in irgendeiner Art zu kommunizieren oder sich gegenseitig zu berühren!) derart vor der Mine aufstellen müssen, dass die Zwerge mit den roten Mützen zusammen stehen, und die mit den grünen Mützen ebenfalls. Mit anderen Worten: Es muss Ordnung in das Chaos.
Kommunikation jeglicher Art (miteinander reden, sich gegenseitig anordnen, zuzwinkern usw.) ist verboten, es gibt auch keine Möglichkeit, irgendwo etwas zu spiegeln, um seine eigene Mütze zu sehen.

Tatsächlich sind unsere Zwerge wirklich klug, und es gelingt ihnen, sich vor der Mine derart aufzustellen.

Frage: Wie stellen sie das an?



Tipps:
SPOILER! Zum Lesen Text markieren:
Keiner der Zwerge muss wissen, welche Farbe er trägt.

SPOILER! Zum Lesen Text markieren:
Lasst die Zwerge nacheinander aus der Mine treten.

SPOILER! Zum Lesen Text markieren:
Der erste Zwerg würde sich offensichtlich einfach irgendwo hinstellen.

SPOILER! Zum Lesen Text markieren:
Der zweite weiß nicht, was er trägt. Er stellt sich einfach neben den ersten Zwerg.

SPOILER! Zum Lesen Text markieren:
Was für Fälle können nun auftreten? Denkt die Möglichkeiten durch, und wo ihr euch dann als der dritte Zwerg hinstellen müsstet, um auf jeden Fall richtig zu stehen.


Lösung:
SPOILER! Zum Lesen Text markieren:
Der erste Zwerg tritt aus der Mine und stellt sich einfach irgendwo hin.
Der zweite Zwerg stellt sich daneben, egal, was für eine Farbe der erste Zwerg trägt.
Ab dem dritten Zwerg wird es interessant: Haben die ersten beiden Zwerge die gleiche Farbe auf, stellt er sich außen daneben. Tragen die beiden aber unterschiedliche Farben, stellt er sich dazwischen - so steht er auf jeden Fall richtig!

Erläuterung:
SPOILER! Zum Lesen Text markieren:
Ab jetzt verfahren alle Zwerge so: Wenn nur eine Farbe draußen vertreten ist, stellen sie sich an einer der beiden Seiten daneben. Sobald beide Farben da sind, stellen sie sich zwischen die beiden benachbarten Zwerge, die verschiedene Farben tragen.
So ist auch egal, wie viele Zwerge es insgesamt sind: Jeder neue stellt sich in die Mitte zwischen den Farben, dann "wandert" die eine Farbe nach links, die andere nach rechts.
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Alt 13.10.2009, 07:41   #4
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Der Matheprofessor

Der Hauptakteur dieses Rätsels ist ein Doktor der Mathematik.
Er bewirbt sich bei einer Universität um eine Professorenstelle, es gibt neben ihm zwei weitere Bewerber. Alle drei überzeugen die Auswahlkomission mit ihren Referenzen, darum beschließt diese, einen Wettbewerb um die Stelle durchzuführen.
Die Komission hat 5 Hüte, davon sind 3 schwarz und 2 weiß. Das wissen die Bewerber.
Dann wird das Licht ausgemacht, und jeder der Bewerber bekommt einen Hut aufgesetzt, eh das Licht wieder angeschaltet wird. Die restlichen beiden Hüte werden versteckt.
Nun sitzen die drei Bewerber in einem Stuhlkreis, sodass jeder die anderen beiden mit ihren Hüten sieht, nur seinen eigenen Hut natürlich nicht.
Derjenige, der der Komission als Erster sagt, welche Farbe sein Hut hat und das korrekt begründet, bekommt die Stelle.

Unser Hauptakteur sieht, dass die anderen beiden Kandidaten je einen schwarzen Hut tragen.
Nach kurzem Nachdenken lächelt unser Doktor, und sagt, welche Farbe sein Hut hat.

Frage: Welche Farbe hat sein Hut, und wie kommt er darauf?


Tipps:
SPOILER! Zum Lesen Text markieren:
Denkt alle Möglichkeiten der Hutverteilung durch.

SPOILER! Zum Lesen Text markieren:
Bei welchen Farbkonstellationen wäre das Rätsel überhaupt lösbar?

SPOILER! Zum Lesen Text markieren:
Versetzt euch in die Lage jedes der Kandidaten: Was könnten sie sehen, und was würde das für sie bedeuten?


Lösung:
SPOILER! Zum Lesen Text markieren:
Unser Doktor trägt schwarz.

Erläuterung:
SPOILER! Zum Lesen Text markieren:
Denken wir uns in einen der beiden anderen Kandidaten (nennen wir ihn A) hinein.
Wir wissen: Er sieht auf jeden Fall einen schwarzen Hut (von Kandidat B), außerdem den unseres Doktors.
Egal, ob der nun schwarz oder weiß trägt: Dadurch wüsste A nicht, was er trägt, denn es wäre von beiden Farben noch mindestens einer da, denn er tragen könnte.

Aber: Das gleiche gilt für B.
B sieht also auf jeden Fall einen schwarzen Hut (von Kandidat A), außerdem den unseres Doktors.
Nun gibt es 2 Fälle:
Der Doktor kann schwarz oder weiß tragen.
Nehmen wir an, er trägt weiß: Dann sieht B je einmal schwarz und weiß.
Dazu kommt, dass A nichts sagt. Würde B aber auch weiß tragen, könnte B zweimal weiß sehen, und muss dann zwangsläufig schwarz tragen, da es ja nur 2 weiße Hüte gibt.
Aber A sagt nichts, darum kann B in dem Fall nicht weiß tragen und könnte sofort selbst lösen.
Würde der Doktor weiß tragen, würde also A oder B (sie haben ja identische Bedingungen) lösen können.

Angenommen, der Doktor trägt schwarz:
Dann sehen sowohl A als auch B zweimal schwarz.
Keiner der beiden sagt etwas, also weiß der Doktor (der sich in die Lage der beiden anderen hineindenkt), dass er nicht weiß tragen kann, weil sonst A oder B lösen würde.
Also muss er schwarz tragen.
Damit haben auch alle die gleichen Bedingungen, aber unser Doktor ist einfach "der Beste für die Stelle".
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Alt 13.10.2009, 07:54   #5
Kirika1987
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Die tödliche Krankheit im Kloster

Diese Geschichte trägt sich in einem Schweigekloster zu, alle Mönche dort haben also feierlich gelobt, zu schweigen. Das schließt sämtliche Arten der Kommunikation ein, Zettel schreiben, sich zuzwinkern oder gegenseitig berühren etc. ist also ebenfalls verboten, jeder ist auf sich allein gestellt.
Eines Nachts haben alle Mönche dieses Klosters ein und den selben Traum (das wissen sie auch, jeder weiß also, dass jeder der Mönche diesen Traum hat): Sie träumen, dass eine bestimmte Anzahl von ihnen (mindestens einer) eine tödliche Krankheit hat.
Glücklicherweise sieht man den Kranken die Krankheit an: Sie haben einen roten Punkt auf der Stirn (den sie selbst nicht sehen, Spiegel oder Wasseroberflächen sowie andere reflektierende Dinge gibt es dort nicht). Alle anderen wissen also, ob man krank ist, nur man selbst weiß es nicht.
Sie wissen ebenfalls: Sobald alle Kranken Mönche tot sind, und nur noch gesunde Mönche leben, werden sie alle zeitgleich eine göttliche Eingebung haben, die ihnen mitteilt, dass nun nur noch gesunde Mönche leben, die Gefahr also vorüber ist.
Bis ein kranker Mönch einen gesunden angesteckt haben kann, müssen mindestens 2 Wochen vergehen.

Da unsere Mönche alle sehr radikal, aber auch kollegial sind, lösen sie das Problem auf ihre ganz eigene Art: Sobald ein Mönch zweifelsfrei weiß, dass er krank ist, nimmt er sich nachts in seiner persönlichen Schlafkammer (jeder hat so eine) das Leben.
Dafür muss er aber sicher sein, dass er wirklich krank ist.
Das tun sie auch nur nachts. Sollte ein Mönch also morgens feststellen, dass er krank ist, so wird er sich in der kommenden Nacht das Leben nehmen.

Jeden Tag sitzen die Mönche alle zusammen beim Essen, sodass jeder jeden sieht, nur seine eigene Stirn natürlich nicht.

Weil die Mönche wirklich clever sind, schaffen sie es tatsächlich, dass nach genau 5 Nächten (es gab also keine neuen Ansteckungen) alle Kranken sich das Leben genommen haben und nur noch gesunde Mönche leben.

Frage: Wie viele Mönche waren krank, und wie haben sie herausgefunden, dass sie krank waren?


SPOILER! Zum Lesen Text markieren:
Überlegt euch, wann die Kranken sich das Leben nehmen. Nach und nach, oder alle auf einmal?

SPOILER! Zum Lesen Text markieren:
Es ist wirklich (ab einer gewissen Mindestanzahl) egal, wie viele Mönche insgesamt in dem Kloster leben.

SPOILER! Zum Lesen Text markieren:
Denkt euch in je einen Kranken und einen Gesunden ein. Was sehen die beiden, und was bedeutet das für sie?

SPOILER! Zum Lesen Text markieren:
Was würde passieren, wenn genau ein Mönch krank wäre? Was würden dann je ein gesunder und ein kranker Mönch sehen?

SPOILER! Zum Lesen Text markieren:
Stellt euch jetzt vor, es wären genau 2 Kranke.


Lösung:
SPOILER! Zum Lesen Text markieren:
Es sind genau 5 Mönche krank (und damit leben mindestens 5 Mönche im Kloster, danach war zwar nicht gefragt, aber 5 oder mehr Mönche wären möglich. Die genaue Zahl hat auch keinen Einfluss auf die Lösung.

Erläuterung:
SPOILER! Zum Lesen Text markieren:
Wenn nur ein Mönch krank wäre, würde er beim ersten Essen nur Gesunde sehen. Da er aber weiß, dass mindestens einer krank ist, weiß er, dass er derjenige sein muss. Darum bringt er sich in Nacht 1 um.
Die anderen sehen einen Kranken, und nehmen sich nicht in der ersten Nacht das Leben, weil sie ja nicht wissen, ob der eine Kranke nicht vielleicht der Einzige ist.
Wenn genau zwei krank wären, würde sich in der ersten Nacht niemand umbringen, denn:
Die beiden Kranken sehen je einen Kranken, und denken das gleiche wie die Gesunden, wenn es nur einen Kranken gibt.
Die Gesunden sehen zwei Kranke, und tun sich deshalb ebenfalls nichts.
Am zweiten Tag sehen die beiden Kranken noch immer genau einen Kranken. Wäre dieser der einzige Kranke, so hätte er sich aber in der ersten Nacht umgebracht.
Darum muss mindestens ein weiterer Mönch krank sein. Sie sehen aber keinen anderen Kranken, darum müssen sie selbst krank sein; die beiden Kranken würden sich in Nacht 2 das Leben nehmen.
Die Gesunden können sich in einen Kranken eindenken und wissen daher, dass sie sich in Nacht 2 umbringen würden, wenn es nur zwei Kranke sind. Darum tun sie sich noch nichts.

So geht das nun immer weiter:
Wenn 3 Mönche krank sind, nehmen sie sich alle in Nacht 3 das Leben, bei 4 Kranken in Nacht 4 usw. .
Darum müssen es genau 5 kranke Mönche sein. Mindestens 5, weil in den ersten 4 Nächten niemand gestorben ist. Und maximal 5, weil a) sich alle Kranken in Nacht 5 umbringen und b) sie dann auch die Eingebung haben.

Für die Interessierten: Mathematisch ist das das Prinzip der vollständigen Induktion.
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Alt 13.10.2009, 08:00   #6
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Dieser fährt entweder in die Stadt der Lügen oder in die Stadt der Wahrheit.
Einmal angekommen, wisst ihr aber nicht, in welcher der beiden Städte ihr nun seid.
Genau das sollt ihr aber herausfinden. Dazu muss man wissen:
Die Einwohner der Stadt der Lügen lügen immer, die Einwohner der Stadt der Wahrheit sagen stets die Wahrheit.
Ihr sollt dem nächstbesten Passanten genau eine Frage stellen, die er mit Ja oder Nein beantwortet.
Anhand dieser Antwort sollt ihr eindeutig erkennen können, ob ihr in der Stadt der Wahrheit oder in der Stadt der Lügen seid.

Wer nun meint, das sei ja einfach, den muss ich enttäuschen. Es gibt einen Haken:
In der Stadt der Lügen können auch Einwohner der Stadt der Wahrheit herumlaufen und umgekehrt, ihr seid schließlich nicht die einzigen Touristen dieser Erde.

Ihr wisst also weder, wo ihr angekommen seid, noch, ob derjenige, mit dem ihr sprecht, aus der Stadt der Lügen oder der Stadt der Wahrheit kommt.

Frage: Wie muss eure Frage lauten, damit ihr anhand der Antwort eindeutig erkennen könnt, in welcher der beiden Städte ihr seid?


Tipps:
SPOILER! Zum Lesen Text markieren:
Alle wichtigen Informationen stehen in der Aufgabenstellung, ein Tipp zur Lösung wäre beinahe schon die Lösung selbst.

SPOILER! Zum Lesen Text markieren:
Der Trick besteht darin, eine Frage zu finden, die Lügner und Wahrheitsfanatiker auf die gleiche Art beantworten müssen, und die Antwort selbst muss davon abhängen, wo wir sind.
Darum muss auf jeden Fall das Wort "hier" in der Frage vorkommen (oder Vergleichbares).

SPOILER! Zum Lesen Text markieren:
Wenn ihr an einem fremden Ort seid und eine Frage zu diesem habt, was würde man sinnvollerweise zuerst fragen, wenn man auf jemanden trifft?

SPOILER! Zum Lesen Text markieren:
Die Frage ist viel einfacher, als man denkt.


Lösung:
SPOILER! Zum Lesen Text markieren:
"Kommst du hierher?" / "Wohnst du hier?" / "Ist das hier deine Heimat?" usw..

Erläuterung:
SPOILER! Zum Lesen Text markieren:
In der Stadt der Lügen würde einer ihrer Einwohner "Nein" sagen, da er ja immer lügt. Ein Einwohner der Stadt der Wahrheit müsste auch "Nein" sagen, da er ja immer die Wahrheit sagt.
In der Stadt der Wahrheit würde ein Einwohner der Stadt der Lügen "Ja" sagen, weil er immer lügt.
Ein Einwohner der Stadt der Wahrheit würde auch "Ja" sagen, weil er immer die Wahrheit sagt.
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